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News Studie Beste Methode bei erneutem Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall

Was tun beim zweiten Bandscheibenvorfall? Neue Studie zeigt: Nicht für jede Person ist die gleiche OP die richtige OP

Die meisten Patientinnen und Patienten erleben einen Bandscheibenvorfall nur einmal im Leben. Kommt es jedoch zu einem erneuten Vorfall, stellt sich eine entscheidende Frage in der Behandlung: 

Soll erneut ein Teil der Bandscheibe entfernt werden (sogenannte mikrochirurgische Dekompression mit Entfernung des Vorfalls) oder ist eine stabilisierende Operation (Versteifung, bzw. Spondylodese) langfristig die bessere Wahl?

Eine aktuelle Studie unserer Wirbelsäulenforschungsgruppe hat genau diese Fragestellung untersucht und beide Verfahren systematisch miteinander verglichen.

Einzigartige Datenbasis als Grundlage

An der Schulthess Klinik befragen wir seit über zwanzig Jahren unsere Patientinnen und Patienten nach der Operation in regelmässigen Abständen, wie es ihnen geht. Diese Datengrundlage diente als Basis für diese Studie und ermöglichte die Analyse der weltweit grössten Kohorte von Patientinnen und Patienten mit erneutem Bandscheibenvorfall, die über einen langen Zeitraum nachverfolgt wurden.
Diese Kombination aus Fallzahl, systematischer Datenerhebung und Langzeitbeobachtung ist einzigartig und ermöglicht erstmals belastbare Aussagen darüber, welche Behandlung bei einem erneuten Bandscheibenvorfall langfristig erfolgreicher ist.

Behandlungserfolg abhängig von patientenspezifischen Faktoren

Die Ergebnisse zeigen klar: Beide Operationsverfahren sind grundsätzlich wirksam. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im langfristigen Verlauf und dem Risiko für erneute Eingriffe.

Die Studie zeigt auf, dass der Behandlungserfolg von patientenspezifischen Faktoren abhängig ist. Bei einem Entscheid für eine Methode müssen unter anderem folgende Faktoren miteinbezogen werden:

  • Zustand der Wirbelsäule, wie z.B. Höhe der Bandscheibe, Facettengelenksarthrose
  • Köpergewicht / BMI: bei einem BMI über 30 ist das Risiko eines erneuten Vorfalls erhöht
  • Anzahl und Art der Voroperationen
  • Symptome: Welche Schmerzen und wo treten die Schmerzen auf
  • Alter und Aktivitätsniveau 

Was bedeutet das konkret für Patientinnen und Patienten?

Die Studienergebnisse haben direkte Auswirkungen auf unsere Behandlung:

  • Passgenauere Therapieentscheidung:
    Die Wahl der Operationsmethode kann gezielter an die individuelle Ausgangssituation angepasst werden.
  • Höhere Chance auf eine dauerhafte Lösung:
    Durch die richtige Erstentscheidung beim Rezidiv kann das Risiko für weitere Rückfälle reduziert werden.
  • Weniger Folgeeingriffe:
    Eine differenzierte Indikationsstellung hilft, erneute Operationen zu vermeiden.
  • Mehr Transparenz und Sicherheit:
    Patientinnen und Patienten können besser nachvollziehen, warum welche Therapie empfohlen wird.

Link zum Beitrag im "Journal of Bone and Joint Surgery": The Journal of Bone and Joint Surgery, Inc.

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