Behandlung Hüftarthrose – Coxarthrose

Die Hüftarthrose (Coxarthrose) ist eine degenerative Erkrankung des Hüftgelenks. Dabei wird der Knorpelüberzug von Hüftkopf und Hüftpfanne allmählich abgenutzt und der darunterliegende Knochen belastet, was oft mit Schmerzen verbunden ist.

Symptome

Der typische Hüftschmerz wird in der Leiste verspürt und ist belastungs- und bewegungsabhängig. Ferner können die Schmerzen auch im seitlichen Hüftbereich oder im Gesässbereich auftreten. Im Alltag treten oft Probleme bei der Hüftbeugung auf, weshalb beispielsweise das Bücken oder Socken anziehen erschwert ist.

Hüftarthrose
Die Hüftarthrose ist gekennzeichnet durch Knorpelabbau, den Verlust der Passform und Knochenablagerungen an Kopf und Pfanne

Ursachen

Die wichtigsten Ursachen für eine Hüftarthrose sind Deformitäten, Entzündungen, Durchblutungsstörungen oder Unfälle.

Bei Deformitäten kann sowohl der Hüftkopf, als auch die Hüftpfanne betroffen sein. Durch eine ungünstige Form kommt es zu mehr Reibung, was zu einer Ausdünnung des Knorpelüberzugs von Hüftkopf und Hüftpfanne führt.

Die Schädigung des Gelenkknorpels kann auch im Rahmen einer Entzündung durch die Immunabwehr ausgelöst werden. Diese Entzündung tritt selten durch Bakterien im Gelenk (septische Coxitis), häufiger ohne Bakterien im Gelenk (z. B. Rheumatoide Arthritis) auf. Auch lokale Durchblutungsstörungen, insbesondere des Hüftkopfs, können im Endstadium zu einer Hüftarthrose führen.

Bei Unfällen führen in erster Linie Knochenbrüche mit Beteiligung von Hüftkopf und Hüftpfanne zur Arthrose, insbesondere durch eine Fehlverheilung.

Konservative Behandlung

Eine Hüftarthrose bedeutet nicht automatisch, dass ein künstliches Hüftgelenk (Hüfttotalprothese) implantiert werden muss. Je nach Stadium, Leidensdruck oder Alter der Patientinnen und Patienten wird versucht, die Symptome durch eine konservative (nicht-operative) Therapie zu verbessern. Abhängig vom Befund können einige Monate, manchmal auch einige Jahre bis zur Implantation einer Hüfttotalprothese gewonnen werden.

Ein wichtiger Punkt der konservativen Behandlung ist die Belastungsreduktion. Stop-and-Go-Sportarten (Tennis, Fussball, Handball etc.) sollten vermieden werden, um das Hüftgelenk nicht zusätzlich zu schädigen. Relativ unproblematische Sportarten sind hingegen Velofahren und Schwimmen.

Auch die Einnahme von entzündungshemmenden Schmerzmitteln kann für eine gewisse Zeit sinnvoll sein. Die Hüftarthrose durchläuft phasenweise entzündliche Schübe (aktivierte Coxarthrose), die dadurch unterbrochen werden können. Ein ähnlicher Effekt kann auch durch eine gezielte Injektion ins Hüftgelenk (Hüftinfiltration) erreicht werden, dabei werden ein Lokalanästhetikum, ein lokal wirksames Cortisonpräpparat und, je nach Fall, auch Hyaluronsäure verwendet.

Operative Behandlung

Die Hüfttotalprothese zur Behandlung der schmerzhaften Hüftarthrose ist eine der erfolgreichsten Operationen. Über 90 % der Patienten berichten über ein zufriedenstellendes oder sehr zufriedenstellendes Ergebnis drei Monate nach der Operation.

Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks ist eine standardisierte Routineoperation. Sie verlangt aber dennoch Erfahrung und Sorgfalt.

Die klassische operative Behandlung besteht in der Entfernung des kranken Hüftkopfs mitsamt eines Teils des Oberschenkelhalses sowie dem Auffräsen der veränderten Hüftpfanne. Ein Prothesenschaft wird in den Oberschenkel und eine Pfanne in das Becken eingebracht.

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Unsere Spezialisten für Hüftarthrose

 
Prof. Dr. med. Michael Leunig

Prof. Dr. med. Michael Leunig

Chefarzt Hüftchirurgie, CMO
 
 
PD Dr. med. Hannes A. Rüdiger

PD Dr. med. Hannes A. Rüdiger

Stv. Chefarzt Hüftchirurgie
 
 
Prof. Dr. med. Claudio Dora Spezialist Hüftchirurgie

Prof. Dr. med. Claudio Dora

Leitender Arzt Hüftchirurgie
 
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