Aktuelles Neue Studie erleichtert Patientenbefragungen nach Handoperationen
Wie gut funktioniert die Hand nach einer Behandlung wieder im Alltag? Genau das interessiert uns an der Schulthess Klinik. Eine neue Studie zeigt nun: Um dies zuverlässig zu erfassen, braucht es deutlich weniger Fragen als bisher. Das erleichtert die Patientenbefragung und hilft gleichzeitig, Behandlungen weiter zu verbessern.
Nach einer Handoperation zählt nicht nur, ob der Eingriff technisch erfolgreich war. Entscheidend ist vor allem, wie es den Patientinnen und Patienten danach geht. Haben die Schmerzen nachgelassen? Funktioniert die Hand im Alltag wieder besser? Hat sich die Lebensqualität verbessert?
Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, befragen wir unsere Patientinnen und Patienten seit vielen Jahren mit standardisierten Patientenfragebögen. Diese helfen uns zu verstehen, welche Behandlungen den grössten Nutzen bringen. Eine neue Studie unseres Forschungsteams aus der Handchirurgie zeigt nun: Einer der weltweit am häufigsten verwendeten Fragebögen lässt sich deutlich verkürzen, ohne an Aussagekraft zu verlieren.
Von 37 auf 16 oder sogar nur 4 Fragen
Der «Michigan Hand Outcomes Questionnaire» wird weltweit eingesetzt, um Behandlungsergebnisse nach Erkrankungen und Verletzungen der Hand zu erfassen. Bislang umfasst er 37 Fragen. Das Forschungsteam der Schulthess Klinik konnte nun zeigen, dass je nach Anwendung bereits 16 oder sogar nur vier gezielt ausgewählte Fragen ausreichen, um ein ebenso zuverlässiges Bild der Behandlungsergebnisse zu erhalten. «Weniger Fragen bedeuten weniger Aufwand für die Patientinnen und Patienten und erleichtern die Erfassung im Klinikalltag – ohne Kompromisse bei der wissenschaftlichen Aussagekraft», sagt Dr. med. Daniel Herren, Chefarzt der Handchirurgie.
Davon profitiert auch die Forschung. Je einfacher Patientenfragebögen einzusetzen sind, desto einfacher lassen sich Behandlungsergebnisse systematisch erfassen. Dieses Wissen hilft, Therapien kontinuierlich weiterzuentwickeln – zum Nutzen zukünftiger Patientinnen und Patienten.
Für die Studie analysierte das Forschungsteam Daten von über 72'000 Patientinnen und Patienten aus den Niederlanden von unserem Kollaborationspartner, dem Erasmus Medical Center in Rotterdam, sowie zusätzlich Daten von 623 Patientinnen und Patienten aus der Schweiz.
Die ganze Studie lesen Sie hier.