Outcome-Forschung

Die Outcome-Forschung untersucht den Behandlungserfolg aus der Patientenperspektive. Es ist international anerkannt, dass die Beurteilung der Behandlung durch die Patientinnen oder den Patienten einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Die Outcome-Forschung bildet in der Schulthess Klinik deshalb einen der Hauptschwerpunkte.

Als Outcome bezeichnet man das Ergebnis einer Behandlung wie z. B. einer Operation. Um den Zustand nach einer Behandlung zu beurteilen, werden einerseits objektive Daten wie etwa Kraft und Beweglichkeit erhoben, andererseits subjektive Daten wie z. B. die Schmerzen aus Sicht der Patienten. Alle diese Daten werden in so genannten Registern gesammelt, um später wichtige Vergleiche ziehen zu können. An der Schulthess Klinik beschäftigen wir uns hauptsächlich mit den drei nachfolgend aufgeführten Bereichen.

Bestgeeignetes Messinstrument

Damit eine angemessene Aussage über das Behandlungsergebnis gemacht werden kann und diese Ergebnisse auch international vergleichbar sind, braucht es das jeweils geeignetste Messinstrument. Wir testen die Instrumente bei verschiedenen Patientengruppen auf Messeigenschaften wie Zuverlässigkeit, Gültigkeit, Objektivität.

Um allfällige Veränderungen des Gesundheitszustandes oder der Beschwerden der Patientinnen und Patienten überhaupt erfassen zu können, muss ausserdem sichergestellt sein, dass die Messinstrumente dafür empfindlich genug sind.

Behandlungsergebnis aus Patientensicht

Einen weiteren wichtigen Teil in der Outcome-Forschung bilden patientenorientierte Fragebogen, anhand welcher einerseits der Ausgangsstatus einer Patientin oder eines Patienten und andererseits das Behandlungsergebnis (Outcome) beurteilt werden kann. Dabei werden Aspekte wie Schmerz, Funktion, Lebensqualität oder Zufriedenheit mit der Behandlung sowie Arbeitsfähigkeit erhoben.

Anhand der Ergebnisse von Fragebogen und objektiven Daten kann die Wirksamkeit bestimmter chirurgischer Techniken untersucht werden und die unterschiedlichen Behandlungen lassen sich vergleichen. Zudem kann die Qualität der Behandlungen überprüft werden.

Entscheidungshilfe für Chirurginnen und Chirurgen

Weiter wird untersucht, welche Faktoren die Behandlungsergebnisse beeinflussen. Dazu wird in prognostischen Studien überprüft, ob bestimmte Ausgangsmerkmale wie z. B. Beschwerden vor der Operation oder soziodemographische Merkmale, die Wahrscheinlichkeit eines günstigen Behandlungsergebnisses erhöhen oder reduzieren.

Daraus lassen sich Vorhersagemodelle erstellen, die dem Patienten sein persönliches wahrscheinliches Behandlungsergebnis aufzeigen und den Chirurginnen und Chirurgen bei der Operationsentscheidung helfen können. Die Vermittlung von massgeschneiderten Erwartungen ist wichtig, weil in bisherigen Studien nachgewiesen werden konnte, dass das Behandlungsergebnis signifikant von den Erwartungen der Patientinnen und Patienten vor der Operation beeinflusst wird.

Schulthess Klinik

Schulthess Klinik
Lengghalde 2
8008 Zürich
Schweiz

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