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Stiftung als Ermöglicherin

JB2025 - Keyvisual Stiftung

Die Wilhelm Schulthess-Stiftung als Arbeitgeberin: Verantwortung, die man spürt

Wer täglich Höchstleistungen für Patientinnen und Patienten erbringt, braucht verlässliche und unterstützende Rahmenbedingungen. Deshalb schaffen wir ein Arbeitsumfeld, in dem sich Mitarbeitende entwickeln, engagieren und gesund bleiben können. Diese Haltung prägt unsere Unternehmenskultur und ist die Grundlage für ein motiviertes und stabiles Team und damit für die Qualität unserer Leistungen. 

Beste Arbeitgeber 2025

Anerkennung, die verpflichtet 

Dass dieses Engagement Wirkung zeigt, belegt die Auszeichnung als «Beste Arbeitgeberin 2025». Die Schulthess Klinik zählt zu den 250 besten Arbeitgebern der Schweiz und erreichte Platz 11 im Bereich Gesundheit und Soziales. Für uns ist diese Anerkennung nicht nur Bestätigung, sondern auch Ansporn, unsere Verantwortung als Arbeitgeberin weiterhin aktiv wahrzunehmen. 

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Mitarbeitende
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verschiedene Nationen
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Jahre als Durchschnittsalter

Vereinbarkeit und Entwicklung 

Die Schulthess Klinik gestaltet Arbeit so, dass sie zu unterschiedlichen Lebensphasen und Familienmodellen passt. Flexible Arbeitsmodelle, Teilzeitarbeit und Unterstützung für Mitarbeitende mit familiären Verpflichtungen sind für uns selbstverständlich. Dazu gehören familienfreundliche Arbeitszeiten, die Zusammenarbeit mit der Kinderkrippe Spatzennest sowie das Work-Family-Balance-Zertifikat, das dieses Engagement sichtbar macht. Weiter haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, den 13. Monatslohn in zusätzliche freie Tage umzuwandeln. Rund 43 Prozent der Mitarbeitenden arbeiten in einem Teilzeitpensum. 

Gleichzeitig fördern wir gezielt Nachwuchs und Talente, leben klare Führungsgrundsätze und ermöglichen unseren Mitarbeitenden, ihr Arbeitsumfeld aktiv mitzugestalten. Das stärkt die Identifikation mit der Stiftung und der Klinik und schafft Perspektiven für eine langfristige Zusammenarbeit. 

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Anteil Frauen
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Arbeit im Teilzeitpensum
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Präventiv stark 

Ein wirksames betriebliches Gesundheitsmanagement lebt nicht von Konzepten auf dem Papier, sondern von konkreten Massnahmen im Arbeitsalltag. So haben wir 2025 unter dem Jahresmotto «Gesund bleiben» bestehende Angebote gebündelt, weiterentwickelt und sichtbar gemacht. Ein Höhepunkt war der Mitarbeitendenanlass «Präventiv stark!», der ganz im Zeichen von Prävention, Bewegung, Stressbewältigung und psychischer Gesundheit stand. Fachinputs, interaktive Angebote und konkrete Impulse stärkten das Bewusstsein für die eigene Gesundheit und unterstrichen den hohen Stellenwert von Prävention im Arbeitsalltag. 

Sicherheit und Respekt   

Sicherheit und gegenseitiger Respekt sind unabdingbar für ein gesundes Arbeitsumfeld. In Zusammenarbeit mit der new-win AG haben wir bereits 2023 ein digitales Tool eingeführt, um körperliche und verbale Übergriffe von Patienten, Kunden und Partnern systematisch zu erfassen und damit sichtbar zu machen. Es unterstreicht unsere klare Haltung: keine Toleranz gegenüber Gewalt sowie verbalen und körperlichen Übergriffen. Auch 2025 gab es gezielte Schulungs- und Coachingangebote, die Mitarbeitende dabei unterstützen, auch in schwierigen Situationen sicher und professionell zu handeln. Die Wirkung ist messbar: 2025 ging die Zahl der erfassten Vorfälle im Vergleich zum Vorjahr um über 30 Prozent zurück.  

Unser Engagement für die Umwelt

Nachhaltigkeit hat in der Schulthess Klinik einen hohen Stellenwert. Als Gesundheitsinstitution tragen wir nicht nur für die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten Verantwortung, sondern auch für den verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt und Ressourcen. Gerade im Gesundheitswesen ist dieses Bewusstsein besonders wichtig: Weltweit verursacht der Sektor rund fünf Prozent der Treibhausgasemissionen. Diese Tatsache bestärkt uns darin, nachhaltiges Handeln konsequent in unserem Alltag zu verankern und aktiv zur Reduktion unserer Umweltbelastung beizutragen. 

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich an den drei eng miteinander verbundenen Säulen Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung. Der Umweltaspekt ist fest in unserer Strategie und im Unternehmensalltag integriert. Ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2015 schafft die strukturellen Voraussetzungen.  

Unternehmerische Verantwortung - Bereiche

Grundlage unseres Engagements ist ein Umweltprogramm mit klar definierten übergeordneten Zielen, die über mehrere Jahre hinweg definiert, umgesetzt und überwacht werden. Ein internes Umweltgremium koordiniert dieses Engagement, begleitet Projekte und stösst neue Massnahmen an. Im Zentrum stehen der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen, der Einsatz möglichst nachhaltiger Technologien sowie die kontinuierliche Überprüfung unserer Umweltwirkungen. Die umgesetzten Massnahmen werden regelmässig bewertet und laufend weiterentwickelt. 

Konkrete Fortschritte im Jahr 2025 

Auch im Jahr 2025 erzielte die Schulthess Klinik in verschiedenen Bereichen konkrete Fortschritte. So nutzte die Klinik die gesetzlich vorgeschriebene Revision ihrer Feuerlöscher, um sämtliche Geräte durch PFAS-freie Modelle zu ersetzen. Damit hat sie eine potenziell umweltbelastende Stoffgruppe vollständig eliminiert. 

Gesunde und nachhaltige Verpflegung ist in der Schulthess Klinik seit Langem ein wichtiges Thema – mit regionalen Produkten, reduziertem Fleischkonsum und gezielten Massnahmen gegen Foodwaste. 2025 erreichte die Küche einen weiteren Meilenstein: den vollständigen Verzicht auf palmölhaltige Produkte. Damit leistet sie einen weiteren Beitrag zu einer nachhaltigeren Verpflegung und einer besseren Klimabilanz. 

Nur wer seine Lieferanten kennt, weiss auch, wie nachhaltig die eigene Lieferkette ist. Deshalb führte die Schulthess Klinik 2025 systematische Lieferantenaudits durch und prüfte wichtige Partnerfirmen entlang der Lieferkette. Dabei wurden gesetzliche Anforderungen, Risiken und Verbesserungsmöglichkeiten gemeinsam analysiert und entsprechende Massnahmen umgesetzt. 

Über die eigene Organisation hinaus engagiert sich die Klinik auch branchenweit: Als Gründungsmitglied des «Healthcare Collective» bringt sie sich aktiv in Workshops und im fachlichen Austausch mit anderen Akteuren des Schweizer Gesundheitswesens ein. Ziel ist, Erfahrungen zu teilen, sich besser zu vernetzen und gemeinsam konkrete Lösungen für mehr Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen zu entwickeln. Das Herz dieser Bewegung schlägt für gemeinsame Visionen über Branchengrenzen hinweg. 

JB2025 - Stiftung
Vertreterinnen und Vertreter der Schulthess Klinik am Gründungsevent des Healthcare Collectives am 11. November 2025.

Energie aus dem Zürichsee 

Parallel dazu schreitet ein langfristiges Infrastrukturprojekt voran: Gemeinsam mit anderen Institutionen im Gesundheitscluster Lengg nutzt die Schulthess Klinik ab 2027 Energie aus dem Zürichsee, um ihre Gebäude zu heizen und zu kühlen. Über ein Leitungssystem wird Seewasser ins Quartier geführt, wo die Energie mithilfe moderner Technik für die Versorgung der Gebäude genutzt wird. Im Jahr 2025 wurde vor allem die Erschliessung dieses Systems vorangetrieben – mit Bauarbeiten für Leitungen, die Pumpstation und die Energiezentrale. 

Die Forschung ist unser Qualitätsmotor

Forschung hat an der Schulthess Klinik Tradition. Klinikgründer Wilhelm Schulthess war ein Pionier, der bereits Ende des 18. Jahrhunderts die Medizin systematisch beobachtete, dokumentierte und weiterentwickelte. Dieser Pioniergeist prägt uns bis heute. 

Den Grundstein für die moderne Outcome-Forschung legte 1972 Prof. Norbert Gschwend im Bereich der Hüft- und Knieprothetik. Seither erfassen wir Behandlungsresultate standardisiert und langfristig. Seit 2004 führen wir systematische Patientenbefragungen durch. Mit über 230’000 dokumentierten Rückmeldungen verfügen wir heute über einen der grössten Datenpools in der Orthopädie. 

JB2025: Stiftung
Prof. Dr. habil. Annegret Mündermann, Leiterin Forschung, im Gespräch mit Daniela Brune und Tim Schneller, Mitarbeitende der Forschungsgruppe Schulter und Ellbogen.

Unser Fokus liegt in der Outcome-Forschung. Die Fragestellungen kommen bei uns direkt aus dem klinischen Alltag. Uns interessiert, was Patientinnen und Patienten konkret den grössten Nutzen bringt. Wir untersuchen, wie gut Behandlungen wirken, wie sich Schmerzen, Funktion und Lebensqualität entwickeln und wie sich Ergebnisse weiter verbessern lassen. Unsere wissenschaftlichen Mitarbeitenden arbeiten eng mit den Ärztinnen und Ärzten zusammen. So fliessen unsere Erkenntnisse direkt in die Behandlung der Patientinnen und Patienten ein. Die Forschungstätigkeit wird zum Grossteil finanziert durch die Stiftung als Trägerin, aber auch durch Spenden in den Forschungsfonds der Stiftung und Drittmittel. Dazu gehören öffentliche Fördergelder, aber auch Kooperationen mit Partnern aus der Medizintechnik- und Gesundheitsindustrie. 

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wissenschaftliche Originalarbeiten in peer-reviewed Zeitschriften

Unsere Forschungsschwerpunkte 

Unser Ziel ist klar: Menschen sollen nach einer Verletzung oder Operation schneller, sicherer und nachhaltiger wieder in Bewegung kommen – mit weniger Schmerzen und mehr Lebensqualität. 

Dafür arbeiten wir in drei zentralen Forschungsfeldern: 

  • Präzise Orthopädie und Vorhersagemodelle 
    Mithilfe von Lebensqualitäts-Fragebögen, Bewegungs- und Funktionsmessungen entwickeln wir Modelle, um bereits vor einer Operation besser abschätzen zu können, welche Behandlung wem am meisten hilft. Solche Vorhersagemodelle sind insbesondere in den medizinischen Bereichen von zentraler Bedeutung, bei denen die Behandlungsergebnisse nicht immer zufriedenstellend sind. So können Therapien individueller geplant und gemeinsam fundierte Entscheidungen getroffen werden.
  • Digitale Orthopädie und Funktionsdiagnostik 
    Sensoren, Kamerasysteme, Remote-Monitoring und Apps ermöglichen es, Bewegungen und Heilungsverläufe präzise zu erfassen – auch im Alltag zu Hause. Diese technologischen Möglichkeiten entlasten die Patientinnen und Patienten, da sie zum Beispiel das Ausfüllen von Fragebögen ersetzen. Fortschritte werden früher sichtbar und Behandlungen gezielter gesteuert.
  • Chirurgische Innovation 
    Navigation, Robotik, 3D-Planung sowie neue Implantate und Instrumente werden bei uns sorgfältig geprüft, zuerst im Labor mit unseren Forschungspartnern, dann im klinischen Einsatz. So können auch Operationstechniken stets weiterentwickelt werden mit dem Ziel, schonender zu operieren. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das eine schnellere Erholung und eine raschere Rückkehr in den Alltag. 

So wird Forschung bei uns zum Motor für Qualität – messbar, wirksam und direkt spürbar für unsere Patientinnen und Patienten. 

Patientenhilfsfonds: Wenn Hilfe neue Perspektiven schafft

Nicht alle Patientinnen und Patienten können sich notwendige Behandlungen oder Rehabilitationsmassnahmen aus eigener Kraft finanzieren. Der Patientenhilfsfonds der Wilhelm Schulthess-Stiftung unterstützt Menschen in solchen Situationen – schnell, unbürokratisch und dort, wo Hilfe besonders dringend ist. 

Auch im Jahr 2025 ermöglichte der Fonds zahlreichen Patientinnen und Patienten in schwierigen Situationen eine medizinische Behandlung in der Schulthess Klinik. Der Patientenhilfsfonds wurde im vergangenen Jahr wiederum von zahlreichen Menschen unterstützt. An dieser Stelle danken wir allen Spenderinnen und Spendern. Ihr Beitrag ermöglichte es uns, insgesamt acht Personen zu unterstützen und ihnen eine spezialisierte Therapie zu finanzieren. 

Ein bewegender Abschluss 

Besonders bewegt hat uns 2025 der Abschluss der Behandlung von Eduardo aus der Dominikanischen Republik. Seine komplexe Behandlung hatte bereits im Vorjahr begonnen. Eduardo litt an einer seltenen angeborenen Fehlstellung beider Kniegelenke. Die Deformation schränkte ihn nicht nur körperlich stark ein. Sie führte auch zu Scham, sozialem Rückzug und schliesslich zum Abbruch seiner Schulbildung.  

Dank der Unterstützung des Patientenhilfsfonds konnte er in der Schulthess Klinik mehrfach operiert werden. In mehreren anspruchsvollen Eingriffen korrigierte das Team aus Kinder- und Jugendorthopädie und Kniechirurgie die Fehlstellung von über 90 Grad schrittweise. 

Nach einem elfmonatigen Aufenthalt in der Schweiz und drei erfolgreichen Operationen kehrte Eduardo im März 2025 mit einer völlig neuen Lebensperspektive in seine Heimat zurück. Er übt heute das freie Gehen, befreit von der Scham und der Isolation, die sein Leben zuvor geprägt hatten. Seine Geschichte zeigt, was möglich wird, wenn medizinische Kompetenz und solidarisches Engagement zusammenkommen. Der Patientenhilfsfonds ermöglicht damit nicht nur Behandlungen, sondern eröffnet auch ganz neue Zukunftsperspektiven. 

JB2025: Stiftung
Eduardo konnte dank des Patientenhilfsfonds an der Schulthess Klinik operiert werden.