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Handchirurgie

Jahresbericht 2025

Hand, die etwas trägt
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Operationen
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ambulante Konsultationen
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implantierte Hand- und Fingerprothesen

Qualität, die greifbar wird

Unsere Hände sind entscheidend für unsere Selbstständigkeit und unsere Lebensqualität. Schmerzen oder Funktionsverluste wirken sich deshalb unmittelbar auf den Alltag aus. In der Handchirurgie der Schulthess Klinik steht genau dies im Zentrum – mit dem Ziel, wirksame Behandlungen möglichst schonend umzusetzen. 

Wenn ein Eingriff genügt 

Ein Beispiel dafür ist die Behandlung der Arthrose am Daumensattelgelenk, einer häufigen Ursache für Schmerzen und eine eingeschränkte Handfunktion. Bei fortgeschrittener Erkrankung kommt oft eine Operation infrage. 

Bei der früheren Operationstechnik, die aus einer Entfernung des angegriffenen Knochens bestand, wurde nicht selten auch das benachbarte Daumengrundgelenk zusätzlich operiert und versteift, um eine Überstreckung zu korrigieren. Unsere klinische Forschung zeigt nun jedoch: In vielen Fällen genügt ein einziger Eingriff. Allein durch den Einsatz einer modernen Daumensattelgelenksprothese stabilisiert sich das Grundgelenk wieder, ohne dass eine zusätzliche Operation nötig ist. 

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: weniger Schmerzen und eine bessere Handfunktion bei geringerer operativer Belastung. Ganz im Sinne des Ansatzes von «Smarter Medicine», der Über- und Fehlbehandlungen vermeiden soll. 

JB25: Handchirurgie
Röntgenbild einer Hand mit Arthrose des Daumensattelgelenks. A: Vor der Operation mit kompensatorischer Überstreckung des benachbarten Grundgelenks. B: Nach der Operation des Sattelgelenks mit einer Prothese hat sich die Stellung des Grundgelenks von selbst normalisiert.

Mensch und KI im Team 

Um solche Entscheidungen noch gezielter treffen zu können, verbindet die Handchirurgie klinische Erfahrung mit Innovation. In einem Forschungsprojekt entwickeln wir ein Verfahren, bei dem Röntgenbilder des Daumensattelgelenks mithilfe künstlicher Intelligenz zusätzlich ausgewertet werden. Ziel ist, das Ausmass der Arthrose einheitlicher zu beurteilen, Operationen präziser zu planen und Komplikationen frühzeitig zu erkennen. 

So entsteht Qualität, die greifbar und spürbar wird: durch gezielte Eingriffe, die nicht zu wenig, aber eben auch nicht zu viel sind. 

JB2025: Handchirurgie
Unser Doktorand Luca Häfliger gewann am Europäischen Handkongress einen Preis für sein Forschungsprojekt zum Einsatz von KI bei Daumensattelgelenksarthrose.