Fachinformationen Radiologie

Für die Erstellung einer Röntgenaufnahme werden Röntgenstrahlen genutzt, die in einer Röntgenröhre elektronisch erzeugt werden. Die für eine Röntgenaufnahme angeforderte Körperregion, wird durch die den Radiologie-Spezialisten fokussiert, damit  andere Körperregionen der Strahlung nicht betroffen sind. Fokussierung und Schutz der umliegenden Körperregionen werden mit Hilfe einer Einblendvorrichtung aus Blei (Pb) durchgeführt, welche bereits in der Röntgenröhre integriert ist.

Die Patientin wird für die Röntgenuntersuchung korrekt positioniert.

Die freigesetzten Röntgenstrahlen durchdringen die eingeblendete Körperregion und werden aufgrund der Knochen und Gewebestruktur unterschiedlich geschwächt. Diese unterschiedliche Schwächung der betroffenen Körperregion wird mit Hilfe eines Festkörperdetektors, der sich während der Röntgenaufnahme unterhalb der Körperregion befindet, gespeichert und durch einen Computer zu einem sichtbaren Bild berechnet. Durch diese neue Technologie (Detektor) konnte die Strahlenbelastung deutlich reduziert werden.

Der Grund einer digitalen Röntgenuntersuchung liegt darin, dass man eine optimale Bilddiagnostik von erkrankten Körperregionen, wie z.B. degenerative Veränderungen, Knochenbrüche, Erkrankung der Wirbelsäule, durch eine Bildgebung für den Patienten darstellt und entsprechende Therapien durch den behandelten Arzt eingeleitet werden können. 

Der Patient benötigt für die digitale Röntgenaufnahme keine Vorbereitung. Lediglich sollte beachtet werden, das Metallgegenstände, wie z.B. Schmuck und Piercings je nach untersuchter Körperregion vorab entfernt werden sollten.

Der Strahlenschutz nach Röntgenverordnung (RöV) steht bei jeder Röntgenuntersuchung am Patienten an erster Stelle. Die Anwendung, bzw. das Anliegen der Schutzkleidung, wird durch die Radiologie-Spezialisten fachgerecht angelegt.

Ganzbein- und Ganzwirbelsäulenaufnahmen

Die Radiologie der Schulthess Klinik gehört zu den Standorten in der Schweiz, die eine der modernsten digitalen Röntgenanlage für Ganzbein und- Ganzwirbelsäulen Aufnahmen mit einer 2D und 3D Technik anbieten können.

An dieser modernen Röntgenanlage können in kürzester Zeit Ganzbein- und Ganzwirbelsäulenaufnahmen in 2D Technik gemacht werden. Hierzu werden im Gerät 2 Röntgenröhren je nach Aufnahmetechnik aktiviert, die jeweils mit einem Detektor der sich hinter dem aufzunehmenden Körperobjekt befindet, erstellt werden. Während der Aufnahme zur Erstellung des Röntgenbildes fahren Röntgenröhre und Detektor parallel miteinander. Die Messdaten werden gespeichert und über ein Prozessor eines Computers anschliessend zu einem sichtbaren Röntgenbild berechnet.

Die Röntgenaufnahmen ermöglichen dem behandelnden Arzt die Berechnung einer Achsenbestimmung. Zudem ist es anhand der bereits vorhandenen Patientendaten mit Unterstützung einer speziellen Software möglich, eine 3D-Rekonstruktion zu berechnen, in der eine Bildsimulation an der Wirbelsäule und der Beinachse dargestellt wird.

Röntgendetektor im Boden

Die neue Generation der konventionellen Radiographie wurde im Oktober 2015 in der Schulthess Klinik Zürich installiert. Mit Hilfe einer Fernbedienung ist es möglich, schnell und sicher die Position der Röntgenröhre für die anstehende Röntgenaufnahme zu steuern. Der Röntgendetektor ist im Boden eingebaut, was in der Schweiz bisher einzigartig ist. Die Technik ermöglicht eine schnelle und qualitativ hochwertige Erstellung von Röntgenaufnahmen der unteren Fussgelenke.

Im Boden installierter Röntgendetektor


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