Austrittsinformationen – Nach der Schulteroperation

Die Operation ist vorbei – Wie geht es weiter?

Schmerzen

In der Regel klingen die operationsbedingten Schmerzen nach wenigen Tagen bis Wochen ab. Ausmass und Wahrnehmung der Schmerzen sind individuell unterschiedlich und abhängig von der durchgeführten Operation. Beim Einsatz von Schmerzmitteln gilt: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.
Wir empfehlen in den ersten Tagen nach der Operation die Einnahme eines entzündungshemmenden Schmerzmittels, sofern dieses gut vertragen wird. Bitte beachten Sie die auf dem Rezept angegebene Dosierung. Nach zirka einer Woche können die Medikamente abhängig von den noch vorhandenen Beschwerden und eventuell auch nach Rücksprache mit dem Hausarzt langsam reduziert werden.

Verbandswechsel, Fadenentfernung, Wundpflege

Meistens verwenden wir für die Hautnaht selbstauflösendes Fadenmaterial, das nicht entfernt werden muss. Eine spezielle Wundpflege ist in der Regel nicht notwendig. Gelegentlich werden auch nicht resorbierbare (blaue) Fäden verwendet, die 2 – 3 Wochen nach der Operation entfernt werden müssen. Narben heilen am besten, wenn sie mechanisch in Ruhe gelassen werden. Vermeiden Sie Massagetechniken oder spezielle Pflegeprodukte, solange die Narben noch gerötet sind.

Duschen und Baden

Bis zur definitiven Verklebung der Narbe muss diese vor Wassereintritt geschützt werden. Solange die Wunde noch nässt (Blut / Wundflüssigkeit), sollte sie beim Duschen abgedeckt werden – dafür gibt es spezielle wasserdichte Wundpflaster. Sobald die Wundverhältnisse trocken sind, dürfen Sie wieder normal duschen, die Wunde muss dann nicht mehr speziell abgedeckt werden. Achten Sie darauf, dass Sie weder mit der Seife noch mit dem Tuch an der Wunde reiben, sondern nur tupfen. Da beim Baden die Haut aufgeweicht wird, sollten Sie während der ersten drei Wochen darauf verzichten.

Bewegung und Belastung

Bewegung ist nach Schulteroperationen sehr wichtig, muss jedoch dosiert und sehr genau auf die durchgeführte Operation abgestimmt werden. Für die meisten Eingriffe gibt es in unserer Klinik exakt definierte Nachbehandlungsprotokolle. Sie können jederzeit Ihren Physiotherapeuten fragen, was erlaubt ist und wo die Bewegungs- und Belastungslimiten liegen.

Arbeitsunfähigkeit

Wie lange Sie nach einer Operation nicht arbeiten können, hängt von Ihrer beruflichen Tätigkeit und der Art des Eingriffs ab. Nach Austritt wird Ihnen ein entsprechendes Arbeitunfähigkeitszeugnis per Post nach Hause geschickt. Oft kann nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber eine vorüber gehend leichtere, angepasste Arbeit gefunden werden. Unsere Angaben auf dem Arbeitsunfähigkeitszeugnis sind Richtwerte. Falls Sie sich bereits früher in der Lage fühlen zu arbeiten, können Sie dies selbstverständlich tun. Sollten Sie auch nach Ablauf des Zeugnisses noch nicht in der Lage sein, Ihre berufliche Tätigkeit wieder aufzunehmen, müsste Ihr Zeugnis entsprechend verlängert werden.

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