Ohrakupunktur – ergänzend zur Schmerzlinderung
Seit Beginn 2026 wird Ohrakupunktur in der Schulthess Klinik ergänzend zur schulmedizinischen Anästhesie eingesetzt, um Schmerzen und Übelkeitssymptome nach der Operation zu lindern.
Patientinnen und Patienten, die während der Operation eine Ohrakupunktur erhalten, haben deutlich weniger Schmerzen, benötigen weniger Opioide und verspüren weniger bis keine Übelkeitsgefühle – insbesonders jene, die bereits regelmässig Schmerzmittel einnehmen.
Viele Patienten der Schulthess Klinik haben bereits positive Erfahrungen damit gemacht:
«Die Ohrakupunktur war hervorragend! Nach der OP war mir zum ersten Mal überhaupt nicht übel. Diese ergänzende Behandlung sollte viel mehr angeboten werden.» – Günter Smailus
«Nach meiner ersten Hüft-OP vor acht Jahren war mir schlecht und unwohl danach. Dieses Mal mit der Ohrakupunktur war es ganz anders: Fantastisch, ich fühlte mich rundum wohl.» – Verena Zellweger
«Normalerweise wird mir nach der Anästhesie sehr übel – bei der letzten Hüft-OP habe ich eine Woche lang nur erbrochen. Dieses Mal mit der Ohrakupunktur war es wunderbar, ich hatte fast keine Übelkeit.» – Ida Stalder
Ohrakupunktur ist eine sichere und unkomplizierte Methode
Die Ohrakupunktur ist nicht nur wirksam, sondern auch äusserst sicher und praktisch in der Anwendung. Sie passt sehr gut in das Operationssetting von Schulter-, Hüft- und Knieeingriffen und lässt sich unkompliziert und zuverlässig durchführen. Die Methode kann von allen Anästhesistinnen und Anästhesisten sicher angewendet werden – eine TCM-Spezialistin oder Spezialist ist nicht erforderlich.
Des Weiteren treten Nebenwirkungen bei der Ohrakupunktur sehr selten bis gar nicht auf. Die Methode ist erprobt und kosteneffizient: Sie reduziert den Bedarf an Schmerzmitteln, unterstützt eine schnellere Genesung und wirkt direkt positiv auf das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten. Durch die Reduktion von Schmerzmitteln, Nebenwirkungen und Komplikationen werden weniger Medikamente, weniger Pflegeaufwand und teilweise kürzere Erholungszeiten benötigt, was Krankenhausressourcen gezielt schont und eine nachhaltige Versorgung unterstützt.
Studie zur intraoperativen Ohrakupunktur an der Schulthess Klinik
Die Schulthess Klinik führt derzeit in Kooperation mit dem Hospital for Special Surgery (HSS) in New York eine eigene Studie zur Ohrakupunktur durch. Ziel ist es, das Schmerzmanagement weiter zu verbessern und die Methode als sichere und wirksame Ergänzung für Patientinnen und Patienten zu etablieren.
Am HSS setzt Prof. Stephanie Cheng die intraoperative Ohrakupunktur seit über sieben Jahren erfolgreich als Ergänzung zu klassischen Anästhesieverfahren ein. Ihre Studien zeigen deutlich, dass Patienten nach der Operation weniger Opiate benötigen, sich schneller erholen und mit dem Behandlungsergebnis zufriedener sind. Die Zusammenarbeit mit HSS ermöglicht es uns, diese erprobte Methode an der Schulthess Klinik unter standardisierten Bedingungen weiterzuentwickeln und deren Nutzen für unsere Patientinnen und Patienten zu evaluieren.