Behandlung Wachstumsschmerzen am Knie

Für die häufig während der Nacht auftretenden, meist beidseitigen Beschwerden im Bereich der Kniegelenke ist noch kein eindeutiger Grund gefunden worden. Vermutlich liegen tatsächlich Weichteilspannungen aufgrund eines zügigen knöchernen Wachstums im Bereich der distalen Femurwachstumsfuge vor.

Meist werden Kinder und Jugendliche vom 3. bis zum 14. Lebensjahr vorstellig. Bevor die Diagnose des «Wachstumschmerzes» gestellt werden kann, müssen natürlich jegliche anderen möglichen Diagnosen ausgeschlossen sein. Bezüglich der Therapie haben Studien gezeigt, dass physiotherapeutische Behandlungen zur Besserung der Beschwerdesituation führen können, wobei der Wachstumsschmerz jedoch meist spontan abklingt.

M. Osgood – Schlatter

Es liegt eine Osteochondrose der knorpeligen Tuberositas tibiae (Ansatzpunkt der Kniescheibensehne) vor, die zu einer Verknöcherungsverzögerung führen kann. Im Weiteren können eine schmerzhafte Prominenz der Tuberositas oder auch Auslösung von freien Knochenpartikeln auftreten. Betroffen sind vor allem Jungen zwischen 10 und 16 Jahren.

Die Behandlung besteht in der Regel in einer vorübergehenden Entlastung des betroffenen Kniegelenkes, je nach Befund ist eine Befreiung von Sprungsportarten bis eine vorübergehende Gipsruhigstellung nötig. Operative Behandlungen sind beim «Schlatter» nur selten indiziert. Zum Ende des Wachstums können fortbestehende und druckschmerzhafte Ossikel entfernt werden, von zu frühen Eingriffen wird aufgrund der Gefahr einer Wachstumsfugenschädigung abgeraten.

M. Sinding – Larssen

Das sogenannte Patellaspitzensyndrom oder Jumper`s Knee ist eine schmerzhafte Entzündungsreaktion der Insertion der Patellasehne an der Kniescheibe. Vermutlich wird diese schmerzhafte Erkrankung durch Überlastung verursacht.
Die Behandlung kann langwierig sein und ist meist symptomatisch, d. h. Schonung, Kühlung, Schmerzmittel, entzündungshemmende Präparate, Krankengymnastik. Insgesamt ist die Prognose gut.

Patellaluxation

Bei der Patellaluxation springt die Kniescheibe aus dem Lager und dann meistens spontan zurück, selten verklemmt sie sich ausserhalb des Kniegelenks. Meist wird das Erstereignis traumatisch bedingt. Bei einem Erstereignis wird das betroffenen Knie ruhig gestellt und anschliessend physiotherapeutisch behandelt, wenn rezidivierende (wiederkehrende) Luxationen auftreten sind bei Versagen der konservativen (physiotherapeutischen) Therapie eventuell operative Eingriffe angezeigt. Hierbei kommen sowohl weichteilige wie auch knöcherne Eingriffe oder auch eine Kombination aus beiden in Frage.

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