Behandlung Komplexes Regionales Schmerzsyndrom (CRPS)

Das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom (Morbus Sudeck oder Algodystrophie) ist eine Komplikation nach Verletzungen oder Operationen der Extremitäten. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine übermässige Entzündungsreaktion, beispielsweise der Hand, ohne dass eine Infektion vorhanden ist.

Symptome

Der Patient leidet in der Regel an typischen Entzündungssymptomen wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Überwärmung und Funktionsverlust. Diese Beschwerden können auch beim normalen Heilungsverlauf vorkommen, beim CRPS sind sie aber sehr viel stärker. Zudem folgen die Symptome einem typischen zeitlichen Ablauf: In der Anfangsphase dominieren die «heissen» Entzündungszeichen, allen voran Rötung und Überwärmung. Diese Reaktion kann sich im Verlauf der Zeit verselbständigen, das heisst die Entzündung «übernimmt» die Kontrolle, nährt sich selber und führt zu typischen Spätsymptomen des CRPS. Diese sind unverhältnismässig starke und lang andauernde Schmerzen; kalter Schweiss auf der betroffenen Extremität, Durchblutungsstörungen wie Schwellungen, Verfärbungen oder Kälteempfindlichkeit, Wachstumsstörungen bei Nägeln oder Haaren.

In diesem Stadium werden die Gelenke der Hand steif und schmerzen bei jeder Bewegung. Kälte wird immer weniger ertragen und führt oft zu einer blassbläulichen Verfärbung der Haut. Ohne Behandlung wird die Hand steif – es droht der vollständige Funktionsverlust.

CRPS
1 Typische Bilder eines CRPS der rechten Hand mit Schwellung, Glanzhaut, Bewegungseinschränkung und Schmerzen

Ursachen

Über die Ursachen dieser Erkrankung ist noch wenig bekannt. Sie kommt bei einigen Verletzungen, wie zum Beispiel dem Speichenbruch, relativ häufig vor und behindert oft den gesamten Heilungsverlauf. Es ist deshalb wichtig, die Diagnose «CRPS» frühzeitig zu stellen und schnell eine gezielte Therapie zu beginnen. Setzt die Behandlung schon bei den ersten Anzeichen ein, bestehen gute Heilungschancen.

Konservative Behandlung

Ziel der Therapie ist es, die Schmerzen zu bekämpfen, die Durchblutung zu verbessern und die Beweglichkeit zu trainieren. Bezüglich Medikamente existieren noch keine verbindlichen Behandlungsrichtlinien. Neben regelmässigen ärztlichen Kontrollen zur Therapieeinstellung erhalten die Patienten intensive Ergotherapie, die so früh wie möglich beginnt, physikalische Behandlungsmassnahmen und Bewegungstherapie, um die Schmerzen zu reduzieren und die erkrankte Gliedmasse umgehend wieder in alltägliche Verrichtungen zu integrieren. Genauere Details zu den Therapieverfahren erhalten Sie direkt in den Ergotherapiesitzungen

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