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Sinus-tarsi-Zugang bei Calcaneusfraktur (Fersenbeinbruch)

Eine Patientin stürzte aus 3 Metern Höhe beim Klettern und erlitt eine Calcaneus-Fraktur (Fersenbeinbruch). Erfahren Sie im folgenden Fallbeispiel, wie wir ihr mit einer schonenden Operationstechnik helfen konnten.

Die 31-jährige Patientin erlitt nach einem Sturz aus ca. 3 Metern Höhe beim Klettern eine mehrfragmentäre Fraktur des rechten Calcaneus (Fersenbein). Der Calcaneus ist der grösste Knochen des Fusskeletts und bildet den Ansatzpunkt für die Achillessehne, die den Fuß mit der Wadenmuskulatur verbindet. 

Calcaneusfraktur mit eingedrückter Gelenksfläche
Abb. 1: Die Gelenkfläche des unteren Sprunggelenkes ist eingedrückt (Pfeil)

Aufgrund der eingedrückten Gelenksfläche (Abb. 1) war eine Operation indiziert, da sich sonst mit grosser Wahrscheinlichkeit rasch eine Arthrose des unteren Sprunggelenkes entwickelt hätte. 

Schonende Operationstechnik

Als Methode wählten wir eine weichteilschonende Technik mit Zugang über den Sinus tarsi. Dabei mussten nicht wie üblicherweise die Weichteile aussenseitig am Calcaneus abpräpariert werden. Den gerichteten Bruch stabilisierten wir mit einer Platte, welche wir über einen kleinen Zugang über dem Sinus tarsi unter die Haut schoben (Abb. 2). 

eingezeichneter Hautschnitt am Fuss über Sinus tarsi
Abb. 2: Hautschnitt über Sinus tarsi

Nach der Operation entlastete die Patientin während 6 Wochen an Unterarmgehstützen. Danach fand unter Anleitung der Physiotherapie der Belastungsaufbau statt. 1 Jahr nach der Operation war die Patientin beschwerdefrei und konnte wieder uneingeschränkt klettern. Das Röntgenbild zeigte wiederhergestellte anatomische Verhältnisse (Abb. 3).

Röntgenbild Calcaneusfraktur 1 Jahr nach der Operation
Abb. 3: Röntgenbild 1 Jahr nach der Operation