Behandlung Morbus Perthes

Als Morbus Perthes wird ein teilweises bis komplettes und ungeklärtes Absterben des gelenkbildenden Anteiles des Hüftkopfes (Epiphyse) bezeichnet. Hauptsächlich betroffen sind Kinder zwischen 4 und 11 Jahren und vermutet werden vorübergehende Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes, die dann je nach Ausmass den Schweregrad der Erkrankung bestimmen.

Diagnose

Die Erkrankung wird üblicherweise mit dem Röntgenbild diagnostiziert, weitere Informationen können mit dem MRI erhalten werden. Grundsätzlich verläuft der Morbus Perthes über einen Zeitraum von 2-4 Jahren. Für den Verlauf der Erkrankung ist entscheidend:

1. das Alter bei Erkrankungsbeginn (je jünger, umso günstiger)
2. das Ausmass des Absterbens der Epiphyse (je grösser, desto ungünstiger)
3. die therapeutischen Massnahmen

Konservative Behandlung

Die Erhaltung des ausreichenden «Containment» der Hüfte ist das Grundprinzip in der Behandlung des Morbus Perthes. Dies bedeutet, dass nach Möglichkeit eine ausreichende Deckung des Hüftkopfes vorhanden sein sollte, um eine möglichst gute Ausformung des Hüftkopfes zu erhalten, bis alle Krankheitsphasen durchlaufen sind. Während in milden Fällen eine ausreichend gute Beweglichkeit unter Physiotherapie als konservative Therapiemassnahme bereits ausreichen kann, ist bei schwereren Fällen mit mangelhafter Überdachung nur mit einer Operation eine ausreichende Überdachung des Hüftkopfes zu erreichen.

Operative Behandlung

Hierbei kommen Umstellungen zur Veränderung des Schenkelhalswinkels wie auch Umstellungen des Beckens in Frage. 
Bei dieser Erkrankung, die eine ausgeprägte Selbstheilungstendenz zeigt, gilt das Behandlungsprinzip: So wenig wie möglich, so viel wie nötig.

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