Behandlung Eigenknochen Transplantation bei Hüftoperation

Die Knochendefektfüllung mit Eigenknochen wirkt sich günstig auf das Behandlungsergebnis und allfällige spätere Folgeoperationen aus.

Weltweit steigt die Zahl der Wechseloperationen nach Hüftgelenkersatz. Eine Schwierigkeit bei solchen Revisionseingriffen ist der häufig vorhandene Knochendefekt, der zum Beispiel auf eine Implantat-Lockerung zurückzuführen sein kann. Es wurden verschiedene Methoden und Materialien entwickelt, um solche Defekte zu rekonstruieren. Prinzipiell kommt eine Defektfüllung mit Eigen- oder Fremdknochen, eine Zementfüllung oder eine Rekonstruktion mit porösen Metallbausteinen infrage. Der Vorteil bei der Verwendung von frischem Eigenknochen besteht darin, dass dieser sehr gut einwachsen kann und es sich um eine «biologische» Rekonstruktion handelt, was sich bei eventuell notwendigen Folgeoperationen als günstig erweisen kann. In der Revisionssituation ist es jedoch nur selten möglich, ohne wesentliche Ausdehnung der Operation Eigenknochen in ausreichender Menge zu gewinnen.

Bei einigen Patienten konnten wir im Rahmen einer beidseitigen Hüftoperation grosse Knochendefekte mit Eigenknochen von der Gegenseite rekonstruieren. Bei diesen Patienten wurde aufgrund einer Arthrose eine einseitige Hüfttotalprothese implantiert. Der dabei immer entnommene arthrotische Femurkopf wurde dann bei der Pfannenrevision auf der Gegenseite zum Füllen eines Knochendefekts verwendet. Eine minimal-invasive Technik am Patienten in Rückenlage ermöglicht die Durchführung beider Eingriffe während derselben Narkose («einzeitig») und ohne Umlagerung, was sich günstig auf die Rehabilitation auswirkt.

Eigenknochen Transplantation bei Hüftoperation
Links das Becken-Röntgenbild mit der präoperativen Situation, einer Arthrose auf der rechten Seite und einer Pfannenlockerung in der linken Hüfte, mehrere Jahre nach der Implantation (Abb. 1). Auf dem rechten Bild die Situation nach der Operation (Abb. 2).

Zunächst wurde minimal-invasiv eine Hüft totalprothese rechts implantiert. Der entnommene Femurkopf diente danach auf der linken Seite dazu, den Knochendefekt hinter der Pfanne zu rekonstruieren.

Präoperative Situation mit einer schmerzhaften Arthrose in der linken Hüfte und einer grossen Knochenzyste über der noch stabilen Pfanne rechts (Abb. 3). Es wurde eine Hüftprothese links implantiert. In gleicher Narkose wurde mit dem links entnommenen Femurkopf der grosse Knochen defekt rechts gefüllt und ein neues Polyethylen-Inlay in günstigerer Position in die Pfanne zementiert (Abb. 4).

Eigenknochen Transplantation bei Hüftoperation

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