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Das zweite Leben unserer Gehstöcke Schulthess goes green

Scannen statt drucken, wiederverwerten statt wegwerfen. Die Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit im Einkauf und in der Logistik sind vielfältig. Die Schulthess Klinik fokussiert auf digitale Bestellprozesse, effiziente Abläufe und Lösungen mit möglichst grossem, positivem Einfluss auf die Umwelt und den Menschen. Was dies für den Arbeitsalltag bedeutet und warum Sabrina Bloch, Bereichsleiterin Beschaffung & Logistik, auch die Lebenszyklen von Materialien im Blick behält, erzählt sie uns im Interview.

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Interview mit Sabrina Bloch, Bereichsleiterin Beschaffung & Logistik

Sabrina Bloch, worauf achten Sie beim Einkauf? 
Wir berücksichtigen primär regionale und klimaneutrale Partner und kaufen Material, das recyclefähig ist. Couverts lassen wir beispielsweise in der Schweiz drucken und setzen auf FSC-zertifiziertes Papier. Ein grosses Thema sind ausserdem Verpackungen, die wir laufend reduzieren, um unnötigen Abfall zu vermeiden. Aus Hygienegründen sind uns im Klinikalltag aber natürlich einige Grenzen gesetzt, zum Beispiel bei der sterilen Verpackung von OP-Material

Der klassische Einkauf konzentriert sich darauf, Produkte in hoher Qualität zu einem möglichst attraktiven Preis zu beschaffen. Ist dies mit der nachhaltigen Beschaffung kompatibel? 
Auf jeden Fall. Ein günstiges Produkt oder eine mindere Qualität ist nicht unbedingt nachhaltiger. Bei medizinischen Produkten hat Qualität und Langlebigkeit einen hohen Stellenwert und ist für die Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten wichtig. Da machen wir keine Abstriche. Wir verlängern jedoch den Lebenszyklus und geben Material, welches wir nicht mehr benutzen dürfen oder können – beispielsweise weil der Reinigungsaufwand und die Prüfung des Materials zu hoch sind – an eine gemeinnützige Stiftung weiter. Die Stiftung recycelt das Material und transportiert dieses an bedürftige Spitäler auf der ganzen Welt. So fanden Spitalbetten ein neues Zuhause in Portugal oder Osteosynthesematerial und Gehstöcke eine zweite Nutzung in Bulgarien. 

Viele Prozesse sind bereits digitalisiert. Wie hat dies den Arbeitsalltag in der Schulthess Klinik verändert? 
Die Digitalisierung ermöglicht den Zugang zu Daten in Echtzeit. Für alle. Überall. Dies hilft uns, Abläufe effizienter zu gestalten, Materialströme zu optimieren und Transporte zu reduzieren. Inzwischen kennen wir die optimalen Bestellmengen und die benötigten Minimalbestände. Bestellungen werden gebündelt, um die Anzahl der Anlieferungen und so die Anfahrtswege zu reduzieren. Damit reduzieren wir unseren ökologischen Fussabdruck und kaufen gleichzeitig zielgerichtet ein. 

Wie behalten Sie die Übersicht? 
Der logistische Prozess erfolgt mittels Scanner. Wir scannen alle Artikel. Die Informationen fliessen direkt in unsere Betriebssoftware und sind somit immer aktuell. Es vereinfacht zudem die Erstellung des Inventars und Leistungserfassungen. Ein weiterer Vorteil der Digitalisierung sind elektronisch erstellte Berichte, Lohnabrechnungen oder Bestellungen. So sparen wir viel Papier. Die gesamte Materialwirtschaft findet digital statt. Das hat sich bewährt. 

Erzählen Sie uns zum Schluss von einem aktuellen Projekt!
Wir haben gerade die Beschaffung der Medikamente überprüft. Im Zentrum standen Fragen zur Effizienz, Nachhaltigkeit, aber auch zur Sicherheit: Lassen wir die Medikamente pro Station gerüstet und vorkommissioniert liefern oder übernehmen wir diesen Arbeitsschritt wie bis anhin selber und führen ein eigenes Lager? Die Lösung musste auf jeden Fall sicherstellen, dass wir jederzeit Zugriff auf Medikamente und Nachlieferungen haben. Auch für kurzfristigen Bedarf und das haben wir nun mit den neu vorkommissionierten Lieferungen hinbekommen.

Vielen Dank für das Gespräch.