Arthroskopie am Ellbogen (Ellbogenarthroskopie)

Diagnostik und Therapie zugleich

Im Vergleich zu anderen grossen Gelenken wie Schulter oder Knie sind akute oder chronische Verletzungen am Ellbogen deutlich seltener. Im Falle von chronischen Schmerzen bietet die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) auch am Ellbogen umfangreiche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten.
Nicht immer gelingt es dem Arzt, die präzise Ursache chronischer Gelenkschmerzen mittels der manuellen Untersuchung oder bildgebender Verfahren zu identifizieren. Gerade im Bereich des Ellbogengelenks bietet die Arthroskopie, also die Inspektion des Gelenkinnenraums mittels einer kleinen Kamera, eine potente Möglichkeit der Schmerzursache näher auf die Spur zu kommen und im Idealfall auch gleich zu behandeln.

    
Abb. 1                                                                 Abb. 2

Das Ellbogengelenk lässt sich grob in ein vorderes und ein hinteres Kompartiment gliedern, wobei beide Gelenkanteile der Arthroskopie durch 5-10mm grosse Hautschnitte zugänglich sind (Abb. 1). Durch eine optimale Positionierung der Hautschnitte können das Kamerasystem und gleichzeitig die Arbeitsinstrumente in das Gelenk eingeführt und verschiedene krankhafte Veränderungen erkannt und behandelt werden. Freie Gelenkkörper (Chondromatose, vgl. Abb. 2), entzündete oder einklemmende Schleimhautfalten (Plica Syndrom), aber auch abnützungsbedingte Knorpelschäden oder Knochenanbauten (sogenannte Osteophyten) können so geglättet, respektive entfernt werden (Abb. 3). Tiefgreifende Gelenkschäden und die damit verbundenen Symptome können mittels arthroskopischer Verfahren zwar oft verbessert, jedoch nicht gänzlich geheilt werden.

Im Falle einer Seitenbandschädigung können subtile Symptome auftreten, welche als simple Tennisarm Erkrankung missgedeutet werden können. Hier bietet die Arthroskopie die Möglichkeit, die korrekte Diagnose zu stellen und die weitere chirurgische Therapie einzuleiten. In solchen Fällen erfolgt in einem zweiten Schritt, während der gleichen Narkose, die durch einen grösseren Hautschnitt durchgeführte Rekonstruktion des Seitenbandes.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen Risiken: Diese umfassen neben Blutungen und Infektionen auch Nervenverletzungen. Operationen an Gelenken gehen zusätzlich mit einem geringen Risiko für eine temporäre Gelenksteifigkeit einher. Da eine Ellbogenarthroskopie eine Anästhesie (des betroffenen Armes oder eine Allgemeinnarkose) notwendig macht, besteht auch darin ein geringes Risiko.

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