Die Nachbehandlung bei Kapselraffung, Limbusrefixation

 

Die Nachbehandlung bei Kapselraffung, Limbusrefixation 
Hauptziel der Operation ist das Wiederherstellen der passiven Stabilität. Das Hauptziel der Physiotherapeutischen Nachbehandlung ist das Wiederherstellen der aktiven Stabilität.

Die ersten zwei Wochen nach dem Eingriff ist der Patient in der Regel im Orthogilet gelagert. Während der dritten und vierten Woche wird der Arm verwendet man normalerweise tagsüber eine Mittelschlinge und nachts das Gilet.

Nachfolgend finden Sie genauere Informationen zur physiotherapeutischen Nachbehandlung bei einer Kapselraffung, Limbusrefixation.

Phase 1
Phase 2
Phase 3
 

Phase 1 (Assistive Mobilisation ): 1.-2. Woche postoperativ
   
Ziele: Optimierung der Durchblutungsverhältnisse
  Glenohumerale Beweglichkeit
  Scapulathorakale Stabilität
Ziel nach 2 Wochen Post OP: Stirngriff / Scheitelgriff in Scapulaebene
Therapie: Assistive Flexion/Abduktion bis 80°, die Rotation in Scapulaebene (in RL und Sitz bis zu einem weichen Stop)
  Assistive Rotation in differenzierten Elevationsstellungen (Scaption)
  Anleitung zur unterstützten Automobilisation
  Isometrische Zentrierungsübungen
  Weichteiltechniken
  Scapulasetting
 

 

 

 

Instruktion der Automobilisation

 

 

 

 

Aktives Bewegungstraining in der Scapulaebene

 


 

Phase 2 (Aktive Mobilisation+Koordinationsschulung): 3.-5.- Woche postoperativ
Ziele: Verbesserung der Sensomotorik
  Dynamische Scapulastabilisation mit Aktivierung der Rotatorenmanschette
   
Therapie: Stabilisatiosprogramm in geschlossener/offener Kette
  Aktivierung der Rotatorenmanschette mittels FBL, Muscle Balance, PNF (etc).
  Verbesserung der dynamischen Scapulakontrolle und Sensomotorik
  Beginn ab der 4. Woche Post OP mit speziellen Übungen im Wasser
Ziel nach 5.-6. Wochen Post OP: Aktive Scaption bis 120° und eine Außenrotation bis 30°
 

 

 

 

Bilaterale Koordinationsübung zur Verbesserung der Koordination der Rotatorenmanschette und der scapulothorakalen Stabilisation

 

 

 

 

Übung in offener Kette, Weichteilbehandlung und Mobilisation


 

Phase 3 (Kräftigung und Ergonomie): ab der 6. Woche postoperativ
Ziele: Individuelle Instruktion in Funktionellen Aktivitäten/Sport
  Schulung von reaktivem Muskeleinsatz
  Förderung von der Ausdauer / Kraft
   
Therapie: Speziell progressive Übungsprogramm zum Kraftaufbau der Rotatorenmanschette, bsp. Exzentrik und Plyometrie
  Gesteigertes Sensomotorisches Training auf verschiedenen labilen
  Unterstützungsflächen
  Stabilisation in der Dynamik mit steigernder Belastung
  Aktive Mobilisation ohne Limite
Ziel nach 3 Monaten: 150° Flexion
  -10° AR im Vergleich zur Gegenseite
   
Allgemein: MTT ist erst nach ca. 2 Mt. erlaubt, und wenn 120° aktive Flexion erreicht wird
  Kontaktsportarten werden erst nach Rücksprache mit dem Operateur erlaubt
  Brustschwimmen nach 2 Mt. erlaubt
   
 

 

 

 

Rotationstraining mit Hantel

 

 

 

Stabilisationstraining mit dem Bodyblade

 

 

Stabilisationstraining auf labiler Unterstützungsfläche

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